Pfarrei Marktl feierte ihr 175-jähriges Bestehen

Marktl Pfarrverband am 20.10.2026

Info Icon Fotos: Fredi Kleiner

Mit einem Festgottesdienst und einer lebendigen Geschichtsstunde feierte die Pfarrei St. Oswald am Samstagabend ihr 175-jähriges Bestehen. Der lange Kampf um die Eigenständigkeit – Marktl gehörte Jahrhunderte lang zur Urpfarrei Stammham – führte schließlich zum Erfolg: Im Sommer 1851 konnte durch die Ausstellung der Stiftsurkunde auf Anweisung des bayerischen Königs Maximilian II. die Pfarrei St. Oswald errichtet werden. 

Doch zunächst ver­sam­mel­ten sich die Geist­lich­keit mit den Minis­tran­ten, die Ver­ein­s­ab­ord­nun­gen, Ehren­gäs­te und Pfarr­an­ge­hö­ri­gen vor dem Pfarr­hof zum Kir­chen­zug zur Pfarrkirche.

Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de San­dra Mai­er unter­strich in ihrem Will­kom­mens­gruß im schön geschmück­ten Got­tes­haus den Grund zum Fei­ern. Die Pfar­rei habe in den ver­gan­ge­nen 175 Jah­ren in Marktl viel bewirkt und sei auch heu­te eine sehr leben­di­ge Gemein­schaft. Die kirch­li­chen Grup­pen und Ver­ei­ne, die Chö­re, der katho­li­sche Kin­der­gar­ten, das gute Mit­ein­an­der und die vie­len ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter, das alles zeich­ne die funk­tio­nie­ren­de Pfarr­ge­mein­de aus. San­dra Mai­er dank­te auch den Schul­kin­dern für die fan­ta­sie­vol­len Bil­der zum Jubi­lä­um, die in der Kir­che an den Wän­den zu bewun­dern waren.

Auch Pfar­rer Peter Meis­ter beton­te, es sei schön, das Jubi­lä­um in guter Gemein­schaft zu fei­ern. Er erin­ner­te auch an sei­nen Vor­gän­ger, Ruhe­stands­pfar­rer Josef Kai­ser, der an Kirch­weih vor einem Jahr plötz­lich ver­starb und hielt ein ehren­des Geden­ken.
Zusam­men mit dem Burg­hau­ser Stadt­pfar­rer Erwin Jaindl und dem theo­lo­gi­schen Lei­ter des Papst­ge­burts­hau­ses, Dr. Franz Harin­ger, zele­brier­te der Orts­pfar­rer eine ein­drucks­vol­le Mes­se. Musi­ka­lisch schön gestal­tet wur­de sie von der Chor­ge­mein­schaft unter der Lei­tung von Anne Stras­ser und mit Volksgesang.

In sei­ner Pre­digt blick­te Peter Meis­ter zunächst auf die wich­tigs­ten Sta­tio­nen der Markt­ler Kir­chen­ge­schich­te zurück und über­rasch­te die Zuhö­rer mit einer Beschrei­bung des Pfar­rei- und Kir­chen­le­bens mit Tex­ten aus dem alten Schla­ger ​„Das alte Haus von Rocky Docky“.
Genau wie das besun­ge­ne alte Haus habe die Kir­che schon vie­les erlebt, von fröh­li­chen Fei­ern und den Fes­ten im Jah­res­kreis bis zu tie­fer Ver­zweif­lung bei Trauergottesdiensten. 

Orts­hei­mat­pfle­ger Georg Rem­mel­ber­ger ver­stand es in sei­nem Vor­trag nach der Mess­fei­er, die bedeut­sa­me Zeit in der Hei­mat- und Kir­chen­ge­schich­te unter­halt­sam und infor­ma­tiv zu vermitteln.

Im dicht gefüll­ten Pfarr­saal erzähl­te Georg Rem­mel­ber­ger in sei­nem Vor­trag, wie es dazu kam, dass Marktl zur eigen­stän­di­gen Pfar­rei erho­ben wur­de. Der Hei­mat­for­scher schöpft aus einem tief­grün­di­gen Geschichts­wis­sen und er konn­te es mit Tex­ten, Geschich­ten sowie alten Doku­men­ten und Ansich­ten auf der Lein­wand span­nend und kurz­wei­lig vermitteln.

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