Gleich an zwei Tagen hintereinander feierte die Pfarrei Stammham Kirchweih. Am Samstag trafen sich die Pfarrangehörigen zum „Seniorenkirta“ im Haus der Pfarrgemeinde und am Sonntag zum Kirchweihgottesdienst in der Pfarrkirche.
In großer Zahl waren die Pfarrangehörigen ab 70 Jahren der Einladung des Pfarrgemeinderates gefolgt. Sichtlich erfreut begrüßte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende mit einem herzlichen Gruß in Gedichtform die Gäste, die sich im herbstlich geschmückten Pfarrsaal niedergelassen hatten. Auch Bürgermeister Harald Aschbauer und Pfarrer Peter Meister sprachen ein Grußwort.
Zur kurzweiligen Gestaltung trugen auch ein launiges Gedicht über das „Älterwerden“, vorgetragen von Adele Pranzl und die von Toni Lauerer niedergeschriebenen Erlebnisse eines Familienvaters beim Brunch, pointiert geschildert von Roswitha Göttl, bei. Schließlich war bei einem Quiz die Aufmerksamkeit der Seniorinnen und Senioren gefragt. Wie sich herausstellte, waren die fünf Fragen gar nicht so leicht zu beantworten. Bei Bekanntgabe der Lösungen erfuhren die Gäste, dass die Pfarrei Stammham bereits 1286 Jahre alt ist, zur Jahreswende 1123 Katholiken zählte und acht Pfarrbriefe pro Jahr herausgegeben werden. Mit 230 Personen ab 70 macht diese Altersgruppe rund ein Fünftel der Pfarrangehörigen aus. Die älteste Pfarrangehörige kommt aus Stammham und ist 96 Jahre alt. Vier der fünf kleinen Preise gingen an Anneliese Braunsperger, die den richtigen Antworten am nächsten kam.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die Gäste ließen sich das leckere Gulasch des Dorfwirts schmecken. Nach dem Quiz, bei dem viel “Hirnschmalz” verbraucht wurde, kam die reiche Auswahl am Kuchenbuffet grade recht. Der Service klappte wie am Schnürchen, was dem großen Einsatz der Pfarrgemeinderatsmitglieder zu verdanken war.
Die Zeit zwischen Essen und Programm wurde eifrig zum Ratschen genützt. Sowohl Pfarrer Meister als auch viele Besuchende bedankten sich bei den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates für die gelungene Kirtafeier, den aufmerksamen Service und die gute Verpflegung.
Das Zacherl am Kirchturm und der Fahnenschmuck beim Eingang zeugten schon von weitem vom Kirchweihsonntag, der in Stammham traditionell besonders gefeiert wird. Die Pfarrkirche trug noch den sehenswerten Erntedankschmuck und der Kirchenchor sang eindrucksvoll die Aloisiusmesse. Pfarrer Fischer zelebrierte den Pfarrgottesdienst und gedachte besonders Pfarrer Sepp Kaiser, der am Kirchweihsonntag vor einem Jahr in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche verstorben war und im Stammhamer Priestergrab seine Ruhestätte gefunden hat.



