An dem 30. Sonntag im Jahreskreis fiel in Haiming so einiges in einen Gottesdienst zusammen. Dass es ein besonderer Gottesdienst werden sollte, war bereits beim Anblick des Altars klar. Dort lag ein gewaltiges Hirschgeweih in Mitten grüner Nadelzweige und vier Frauen und elf Männer der Jagdhornbläsergruppe Altötting standen im Altarraum.
Bereits zum Eröffnungslied lag diese besondere Stimmung in der Luft, die die Bläser mit ihren imposanten Musikinstrumenten erzeugten. Pfarrer Meister spannte den Bogen vom Missionssonntag mit seiner Botschaft “sei mutig und stark” hin zum heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger. Das Ergebnis war ein imposanter Gottesdienst dank der Begleitung und musikalischen Gestaltung der Jagdhornbläsergruppe Altötting.
Zusammen mit den Frauen des Arbeitskreises “Eine Welt”, die vor und nach dem Gottesdienst Fair Trade Waren anboten, wurden die Kyrie-Rufe und Fürbitten zum Motto des diesjährigen Missionssonntag “Sei mutig und stark” vorgetragen. In seiner Predigt ging Pfarrer Meister auf diese Botschaft ein und erläuterte die beiden Lesungen dazu.
Bereits zu Beginn des Gottesdienstes hatte er kurz das Leben des heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, umrissen. Hubertus von Lüttich ließ sich nach der Erscheinung eines Kruzifixes im Geweih eines gejagten Hirsches taufen, schwor der Jagd ab und wurde vom leidenschaftlichen Jäger zum Nichtjäger. Christlichen Jägern gilt die Hirschlegende seither als Vorbild der Mäßigung und Ansporn zur waidgerechten Jagd gemäß der waidmännischen Losung: den Schöpfer im Geschöpfe [zu] ehr[en] wie sie Oskar von Riesenthal in seinem Lied „Waidmannsheil“ (1880) formulierte.
Pfarrer Meister bedankte sich bei der Bläsergruppe für das “Schmankerl”, das allen Gottesdienstbesuchern bereitet wurde, die sich in begeisterten Applaus diesem Dank anschlossen.
Für einen kleinen Einblick können Sie sich hier das Schlusslied anhören.


